Maren Malu Blume

Maren Malu Blume erarbeitet immer wieder, in verschiedenen Kollektiven oder allein, mit Mitteln künstlerischer Forschung ortsspezifische Performances, Performance Lectures und Videos zu wissenden Körpern, Geschichts- und Zeitpolitiken sowie Strategien des kollektiven Ver_Lernens. Der Forschungsprozess selbst, mitsamt seinen mitunter privaten und emotionalen Dokumenten des Scheiterns, des Nicht-Wissens, der Angst oder der Euphorie, wird dabei stets mit reflektiert und mit aufgeführt. Zentrales Element ist dabei immer, wie wir innerhalb des Spannungsfeldes von Macht und Ermächtigung mit unseren Körpern zueinander in Beziehung treten können, um neue Formen des Zusammenseins zu erschaffen.

Im Rahmen des Förderpreises erforscht Maren Malu Blume für eine Videoinstallation das Potenzial kollektiver Fürsorge für queer-feministische Überlebensstrategien im Prekariat. Mittels Interviews, kollektiver Workshops und Performance werden dabei Freund*innen eingeladen, ihre Erfahrungen mit und Perspektiven auf Care einzubringen und gemeinsam Utopien für post-kapitalistische Gemeinschaftsformen zu imaginieren.

Vita

Maren Malu Blume (*1988) lebt und arbeitet zwischen Wien und Berlin. Ihre* Praxis durchquert die Bereiche Kunst, Performance, Bildung und Aktivismus. Sie* hat 2016 den Master in Critical Studies, einem künstlerisch-wissenschaftlichen Studienprogramm an der Akademie der Bildenden Künste Wien, abgeschlossen, davor Bachelor in Kunstpädagogik und Bildungswissenschaften an der Universität Osnabrück. Sie* arbeitet meist in Kollektiven (ff. Feministisches Fundbüro 2015, Heulsuse 2017, Feige. Verein für queer-feministische Bildung und Bildproduktion 2018 - wirsindfeige.org), die sie* mit Freund*innen gegründet hat, an Projekten zu Queer-Feminismus, Archivpolitiken, Freund*innenschaft, kollektiver Wissensproduktion und Fürsorge.