Archiv der Begegnungen Ein Projekt mit Studierenden der HFBK Hamburg / Studio Experimentelles Design von Prof. Jesko Fezer
M.1
Mobiles Archiv

Archiv der Begegnungen

Ein Projekt mit Studierenden der HFBK Hamburg / Studio Experimentelles Design von Prof. Jesko Fezer

Das kuratorische Programm 2019/2020 bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen und sich mit anderen Interessierten zu vernetzen. Neben physisch erfassbaren Überbleibseln bleibt nach einer Veranstaltung bei jeder und jedem Einzelnen eine Reihe subjektiver Erinnerungen zurück: Sinneseindrücke, Personen, die man kennengelernt hat, Inhalte von Gesprächen, besondere Erlebnisse oder Emotionen, die im Austausch entstanden sind.

Wie können diese sozialen Prozesse sichtbar gemacht werden? Welche Spuren bleiben von diesen Interaktionen und Erfahrungen? Können wir ein Archiv dieser Begegnungen herstellen, das öffentlich zugänglich ist – und einer außenstehenden Person eine Form von Teilnahme ermöglicht? Welche materielle Manifestation wird einer sozialen Interaktion gerecht?

Wie lassen sich die verschiedenen Emotionen und Eindrücke während der Veranstaltungen sowie die Erinnerungen an diese festhalten lassen? Wie können prozesshafte und interaktive Formen künstlerischer Arbeit über den Moment hinaus erweitert und vermittelt werden, wie kann ihr sozialer Charakter aufbewahrt werden? Zudem – und dies vor allem im Rahmen des Themas Care-Arbeit – sollte genauer betrachtet werden, wem die Teilnahme nicht möglich ist – aus zeitlichen oder anderen Gründen – und wie eine andere Form der nachträglichen Teilhabe ermöglicht werden kann.

Mit diesen Fragestellungen vor Augen, beschäftigen sich eine Gruppe von Studierenden der HFBK Hamburg damit, ein „Archiv der Begegnungen“ zu konzipieren. Dieses soll ab Frühjahr 2020 im M.1 zugänglich sein und mit einem Leih-System ausgeliehen werden können. Dieses mobile „Archiv der Begegnungen“ soll die Möglichkeit bieten, ortsunabhängig Eindrücke von den einzelnen Veranstaltungen im M.1 zu bekommen und sich gleichzeitig mit dem Thema Care zu beschäftigen. Dies ermöglicht es vor allem auch Menschen, die aus verschiedenen Gründen (z.B. aufgrund von Sorge-Verpflichtungen oder körperlichen Einschränkungen) nicht an dem Programm teilnehmen konnten, sich mit dem Programm in ihrem Zuhause zu beschäftigen und ihre eigenen Erfahrungen damit zu machen.

Das Projekt wird durchgeführt von Studierenden des Studiengangs Experimentelles Design an der HFBK Hamburg (Klasse Prof. Jesko Fezer):

Kayoung Kim, Pablo Lapettina, Laura Mahnke, Tatjana Schwab, Skadi Sturm

Mehr Infos unter

www.design.hfbk-hamburg.de
www.gestaltungsberatung.org