Infrastrukturen des Zwischenmenschlichen Welche Strukturen braucht eine solidarische Zukunft?
M.1
Symposium

Infrastrukturen des Zwischenmenschlichen

Welche Strukturen braucht eine solidarische Zukunft?

INFRASTRUKTUREN DES ZWISCHENMENSCHLICHEN
Samstag, 24. Oktober und Sonntag, 25. Oktober, im M.1 der Arthur Boskamp-Stiftung
Kuratiert von Sascia Bailer

Mit Beiträgen von Malu Blume, Antje Hachenberg, Konzeptwerk Neue Ökonomie, Maternal Fantasies, Polyphrenic Creatures, Studio Experimentelles Design, Klasse Prof. Jesko Fezer, HFBK Hamburg

Die ortsübergreifende, vielstimmige und interdisziplinäre virtuelleVeranstaltung #4 Caring im Juni am HKW wird am 24. und 25. Oktober 2020 am M.1 in Hohenlockstedt mit dem vor Ort stattfindenden Event Infrastrukturen des Zwischenmenschlichen fortgesetzt. Wissenschaftliche, künstlerische, design-basierte und aktivistische Praktiken werden mit lokalen Initiativen in Austausch treten, um auf verschiedenen Ebenen und aus verschiedenen Perspektiven über Fürsorgepraktiken nachzudenken. Gesellschaftliche Normen rund um Geschlecht, soziale und kulturelle Herkunft sowie unhinterfragte Werte agieren oft als unsichtbare Infrastrukturen, die bestimmen, wie wir Zwischenmenschlichkeit gestalten: In welcher Art und Weise kümmern wir uns um uns selbst, umeinander und um unsere Gemeinschaften? So unveränderlich diese Normen und Werte auch scheinen mögen, so liegt in ihnen doch das Potenzial, Träger von gesellschaftlichem Wandel zu sein: Kann unsere Gesellschaft inklusiver werden, indem wir Care als Grundgedanken in unsere sozialen Infrastrukturen einfügen? Und wenn dem so wäre, wie können wir dann die tradierten und kollektivierten Ausschlussmechanismen verlernen und neue Gesellschaftsprotokolle oder Gegenmodelle entwerfen, die der ungleichen Verteilung von Sorgearbeit entgegenwirken?

Infrastrukturen des Zwischenmenschlichen situiert das Lokale als den Ausgangspunkt einer Reihe von Gesprächen, Workshops, Filmvorführungen und Community-Foren, um Begegnungen, die auf Fürsorge und Solidarität beruhen, in den Mittelpunkt zu stellen. Um die Gespräche fortzusetzen, die sich im Laufe der – gemeinsam mit Gilly Karjevsky, Rosario Talevi und der vom Haus der Kulturen der Welt kuratierten – Veranstaltung ergeben, werden verschiedene Beiträge wie die Letters to Joan sowie die Anleitungen für die künstlerischen Übungen zugänglich gemacht und in vermittelter Form im Oktober am M.1 auf die Bühne gebracht. Mit der Veranstaltung endet zugleich Sascia Bailers künstlerische Leitung des M.1 im Turnus 2019/20, in der sie mit partizipativen Formaten und sozial engagierten, künstlerischen Praktiken den Fokus auf das Thema Care gelegt hat.

Bitte beachten Sie: Alle Formate und Termine können sich aufgrund von Maßnahmen rund um Covid-19 verschieben. Alle Aktualisierungen, einschließlich der genauen Zeiten für die einzelnen Beiträge, werden vier bis sechs Wochen vor der Veranstaltung bekanntgegeben.

INFRASTRUKTUREN DES ZWISCHENMENSCHLICHEN ist Teil der New Alphabet School
Die New Alphabet School ist eine gemeinschaftliche, selbstorganisierte Schule für HKW-Enthusiast*innen, neue Stimmen im Diskurs und all jene, die bereits mit dem HKW zusammenarbeiten. Ihr Ziel ist es, kritische und affirmative Forschungspraktiken zu erproben. Über einen Zeitraum von drei Jahren soll sie als Forum für Debatten und die Entwicklung neuer Ideen über die Künste, über Archive, Poetiken und Aktivismus dienen. Das HKW schafft damit einen Ort für Forschungsansätze jenseits akademischer, disziplinärer oder genrespezifischer Einschränkungen. Durch alternative Methoden des Lernens und Verlernens soll eine neue Vorstellung der Kritik entstehen – im Sinne einer Praxis gemeinschaftlicher Verantwortung und Fürsorge. Wie kann Wissen sowohl situiert und orstspezifisch als auch global relevant sein? Die New Alphabet School ist Teil von Das Neue Alphabet. Sie wurde im Januar 2019 mit einem (Un-)Learning Place am HKW in Berlin eröffnet und wird bis 2021 mit zehn weiteren Veranstaltungen weltweit fortgesetzt. Mehr hier

Mit großzügiger Unterstützung von der Förderstiftung Kreis Steinburg und der Kulturstiftung des Landes Schleswig-Holstein