I saw the sky covered with small stars like splashing water

Ausstellung

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1. Juli–24. September 2017

Künstler/innen:

Wenn der Bauer Ali Joof Gitte und ihren Kameramann einlädt, ihn zum Melken seiner Kühe in die gambische Landschaft seines Heimatdorfes zu begleiten, wird die nicht-alltägliche Bedingung, die durch die Anwesenheit der Filmenden entsteht, und der spielerische Umgang der Beteiligten damit sichtbar (Gido, 20 Min., 2014). In der Sprache Wolof steht Gido für eine besondere Form der Freundschaft, wie sie auch zwischen Ali und seinem Freund, dem gambischen Musiker Amadou Sarr, besteht.

In deeply immersed in the contents of a learning stone (28:20 Min., 2016) wird ein Narrativ des Überschreitens von Bewusstseinszuständen entfaltet. Im Gespräch mit der Künstlerin Emma Haugh, entlang feministischer Sci-Fi-Literatur oder mit Materialien zu Katharina Detzel, Franz Kockartz und Oskar Voll aus der Heidelberger Sammlung Prinzhorn folgt die Arbeit in assoziativen Wiedererzählungen mehreren Denkmodellen, Geschlechterbildern und Machtdynamiken an den Übergängen verschiedener Welten.

Die Fotoinstallation I stick my hands into the earth, and I think for a while (2017), die auch als Publikation erschienen ist, ist eine arrangierte Materialsammlung aus Gitte Villesens künstlerischer Praxis. Manche der Bilder zeigen Fragmente, stellen sich aber auch selbst als Fragmente dar, die sich auf der erzählerischen wie auf derdokumentarischen Ebene für Anschlüsse anbieten. Es ist ein noch-nicht wie ein bereits-schon, eine Erzählung mit offenem Anfang und Ausgang. Es bleibt in einer Bewegung, in der sich die Bilder entlang einer trennenden wie verbindenden Linie anordnen können.