Maternal Fantasies

Maternal Fantasies ist eine junge, interdisziplinäre Gruppe von internationalen Künstlerinnen mit Sitz in Berlin. Das aus acht Frauen bestehende Künstlerinnenkollektiv beschäftigt sich mit dem sowohl gesellschaftlich als auch kunsttheoretisch wenig beachteten Beziehungsgeflecht von Kunst und Mutterschaft. Sie arbeiten zusammen, um vielschichtige Erfahrungen und Familiengeschichten, Erinnerungen, Fantasien, Wünsche und Horrorszenarien im Zusammenhang mit Maternal Fantasies zu erfassen, zu diskutieren, auszuarbeiten und auszudrücken.

Derzeit treffen sie sich alle drei Wochen, um durch künstlerische Forschung, gemeinschaftliche Kunstwerke, und Zusammenleben das Spannungsfeld zwischen künstlerischer Produktion und Mutterschaft auszuloten und den Diskurs um Mutterschaft durch künstlerische Mittel mitzugestalten.

Maternal Fantasies hat sich 2018 als eine organische Gruppe gegründet, in der Arbeiten in verschiedenen Konstellationen zwischen den einzelnen Gruppenmitgliedern produziert werden.

Arbeitsweise

Die Landpartien von Maternal Fantasies sind eine Art gemeinschaftliche Mini-Residenz, in der sie mit offener Autorenschaft experimentieren. Gleichzeitig wird die Trennlinie von Kunst und Leben aktiv aufgelöst, indem sie ihre Kinder in den Prozess der kollektiven Kunstproduktion integrieren. Die Landpartien bestehen immer aus zwei Teilen der kollektiven Produktion, nämlich aus einer kreativen Schreibwerkstatt sowie aus gemeinsam erarbeiteten Foto- und Videoarbeiten.

Im Sommer 2019 wird ihre Landpartie im M.1 stattfinden:

Teil I: „Alltagsheldinnen in CARE Situationen“ – Performances / Serie von inszenierten Bildern im Stil von Erwin Wurm
Die Idee ist es, der skulpturalen Performances von Wurm zu folgen und Alltagsgegenstände für Pflegesituationen auszuwählen, die Momente des Ausbruchs und der Unterbrechung ermöglichen.

Teil II: Schreibwerkstatt -- offen für interessierte Teilnehmer aus der Region
In dem Schreibworkshop werden auch gemeinsam gelesene Texte aus der feministischen Theorie um Sorgearbeit diskutiert (“The Ethics of Care: Personal, Political, and Global” von Virginia Held. “In A Different Voice” von Carol Gilligan, “Maternal Thinking” von Sara Ruddick - sowie Eva Kittay’s “Love‘s Labor: Essays on Women, Equality and Dependency”)